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Die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung


Verkürzung der Ausbildungszeit um max. 1 Jahr


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In der heutigen Zeit ist es wichtig, so schnell wie möglich mit der Ausbildung fertig zu werden. Abhängig von der schulischen Vorbildung haben viele Auszubildende die Möglichkeit, die reguläre Ausbildungszeit zu verkürzen und somit die Abschlussprüfung  schon früher abzulegen.

Bereits vor Abschluss des Ausbildungsvertrages sollte man sich informieren, ob man die Voraussetzungen erfüllt.

 

§ 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Auszubildende, deren Ausbildungsvertrag in das Verzeichnis der Ausbildungsverträge eingetragen ist, können nach Anhören des Ausbildenden und der Berufsschule gemäß § 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn die Leistungen dies rechtfertigen. Dadurch soll Auszubildenden, die im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ein größeres Lerntempo entwickelt haben und aufgrund dieser Leistungen eher das vorgegebene Ausbildungsziel erreichen können, die Möglichkeit gegeben werden, zu dem Prüfungstermin zugelassen zu werden, der vor dem Prüfungstermin liegt, der für das Ende der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit maßgebend gewesen wäre.

Nach Anhörung des Berufsbildungsausschusses am 31. Mai 2006 erlässt die Industrie- und Handelskammer zu Köln als zuständige Stelle nach § 9 BBiG vom 23. März 2005 (BGBL. I S. 931) folgende Richtlinien für die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung gemäß § 45 Abs. 1 BBiG:

 

Dem Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung wird unter Berücksichtigung der bis zum Prüfungstermin noch verbleibenden Ausbildungszeit in der Regel entsprochen,

  • wenn vom Ausbildungsbetrieb bescheinigt wird, dass die betrieblichen Leistungen über dem Durchschnitt liegen und daher eine vorzeitige Zulassung rechtfertigen, und die Beherrschung der nach der Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Kenntnisse und Fertigkeiten erwartet werden kann
  • im Falle des Berufsschulbesuchs von der Berufsschule bescheinigt wird, dass in allen für die Abschlussprüfung relevanten Unterrichtsfächern/Leistungsbereichen mindestens befriedigende Ergebnisse vorliegen und der Notendurchschnitt in diesen Fächern/Leistungsbereichen mindestens 2,5 ist.

Zur vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung sind der Auszubildende oder der Ausbildende antragsberechtigt. Der Zulassungsantrag ist bei der IHK unter Beachtung der für den angestrebten vorzeitigen Prüfungstermin geltenden Anmeldefrist schriftlich einzureichen; dem Antrag sind die oben genannten Bescheinigungen beizufügen.

Die IHK kann weitere Unterlagen anfordern, sie hat den Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule anzuhören. Über die Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die IHK. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss.


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