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Die Berufsschule - Der theoretische Teil der Ausbildung


Alles wichtige über die Berufsschule


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Die Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die Berufsschule soll die theoretischen Ausbildungsinhalte vermitteln und auf die IHK-Prüfungen vorbereiten.

Alles Wichtige und Wissenswerte über die Berufsschule erfahren Sie auf dieser Seite.

Die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe erfüllen dabei in der dualen Berufsausbildung einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Aufgrund des festgelegten Systems der dualen Berufsausbildung sind die Ausbildungsbetriebe verpflichtet, den Auszubildenden für den Besuch der Berufsschule freizustellen.

Dabei ist die Zeit, die der Auszubildende dort verbringt, als Arbeitszeit anzurechnen.

Teilzeit- oder Blockunterricht

Die Berufsschule kann entweder im Teilzeitunterricht, d. h. an zwei Tagen in der Woche oder im Blockunterricht in einem Zeitraum von drei Monaten stattfinden. Beim Teilzeitunterricht geht der Auszubildende zwei Tage in der Woche zur Schule und die restlichen Tage ist er im Betrieb. Wird der Unterricht im Block erteilt, besucht der Auszubildende drei Monate lang 5 Tage in der Woche die Schule und ist während dieser drei Monate gar nicht im Betrieb. Nach den drei Monaten ist der Auszubildende dann drei Monate am Stück die komplette Woche im Betrieb.

In der Berufsschule werden die Fächer BWL, Rechnungswesen, Organisationslehre, Bürowirtschaft und Textverarbeitung erteilt. Neben diesen Pflichtfächern haben die Auszubildenden außerdem noch Gesellschaftslehre, Deutsch und Religion oder Sport. Diese Fächer sind aber von Schule zu Schule verschieden.

Ziele der Berufsschule

Die Aufgabe der Berufsschule konkretisiert sich in den Zielen,

  • eine Berufsfähigkeit zu vermitteln, die Fachkompetenz mit allgemeinen Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbindet,
  • berufliche Flexibilität zur Bewältigung der sich wandelnden Anforderungen in Arbeitswelt und Gesellschaft auch im Hinblick auf das Zusammenwachsen
    Europas zu entwickeln,
  • die Bereitschaft zur beruflichen Fort- und Weiterbildung zu wecken,
    die Fähigkeit und Bereitschaft zu fördern, bei der individuellen Lebensgestaltung und im
  • öffentlichen Leben verantwortungsbewusst zu handeln.

Zur Erreichung dieser Ziele muss die Berufsschule,

  • den Unterricht an einer für ihre Aufgabe spezifischen Pädagogik ausrichten, die Handlungsorientierung betont;
  • unter Berücksichtigung notwendiger beruflicher Spezialisierung berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermitteln;
  • ein differenziertes und flexibles Bildungsangebot gewährleisten, um unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen sowie den jeweiligen Erfordernissen
    der Arbeitswelt und der Gesellschaft gerecht zu werden;
  • auf die mit Berufsausübung und privater Lebensführung verbundenen Umweltbedrohungen und Unfallgefahren hinweisen und Möglichkeiten zu ihrer
    Vermeidung bzw. Verminderung aufzeigen.
  • Die Berufsschule soll darüber hinaus im allgemeinen Unterricht, und soweit es im Rahmen berufsbezogenen Unterrichts möglich ist, auf die Kernprobleme
    unserer Zeit eingehen, wie z. B.Arbeit und Arbeitslosigkeit, friedliches Zusammenleben von Menschen, Völkern und Kulturen in einer Welt unter Wahrung ihrer jeweiligen kulturellen Identität,Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie
    Gewährleistung der Menschenrechte.

Pflicht/Recht zum Besuch der Berufsschule

Alle Auszubildende, deren Berufsausbildung vor Vollendung ihres 21. Lebensjahres beginnt, sind zum Besuch der Berufsschule verpflichtet, und zwar bis zur Beendigung des Ausbildungsverhältnisses. Wer die Berufsausbildung erst nach Vollendung des 21. Lebensjahres beginnt, ist zum Besuch der Berufsschule berechtigt, solange das Berufsausbildungsverhältnis besteht.

Berufsschulabschluss

Unabhängig vom Berufsabschluss gemäß Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung wird am Ende der Berufsschulzeit der Berufsschulabschluss zuerkannt, wenn die Leistungen in der Berufsschule den Anforderungen entsprechen. Dieser Abschluss ist dem Sekundarabschluss 1 Hauptschulabschluss nach Klasse 10  gleichwertig. Die Fachoberschulreife wird unter folgenden Bedingungen erworben:

  • Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0
  • Bestehen der Berufsabschlussprüfung
  • Nachweis der notwendigen Englischkenntnisse

Fächer der Berufsschule

Die folgenden Fächer werden an den meisten Berufsschulen für Bürokaufleute unterrichtet.

Betriebswirtschaftslehre - BWL

Im Fach BWL lernen die Auszubildenden die Grundkenntnisse der Wirtschaftslehre kennen. Schwerpunkte werden hier auf die Themen Markt und Preis, Kaufvertrag, Absatzwirtschaft Wirschaftsordnung und Wirtschaftspolitik gesetzt.

Rechnugswesen - REWE

Das Fach Rechnungswesen soll den Auszubildenden schwerpunktmäßig die Grundlagen der kaufmännischen doppelten Buchführung vermitteln. Außerdem wird das kaufmännische Rechnen wie zum Beispiel die Zinsrechnung und der Dreisatz unterrichtet. Ein weiterer wichtiger Inhalt dieses Faches ist die Kosten- und Leistungsrechnung.

Organisationslehre - ORGA

Schwerpunkt des Faches Organisationslehre ist der Umgang mit Microsoft Excel. Außerdem lernen die Auszubildenden die Grundlagen der klassischen Organisationslehre. Dazu zählen z. B. die verschiedenen Arten von Führungsstilen und Leitungssystemen.

Bürowirtschaft - BÜWI

Im Fach Bürowirtschaft liegen die Schwerpunkte im Bereich Personalwirtschaft, wo besonders die Gehaltsabrechnung eine große Rolle spielt, als auch im Bereich Kaufvertragsstörungen.

Textverarbeitung - TV

Im Textverarbeitungsunterricht lernen die Auszubildenden den Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm, in der Regel Microsoft Word. Insbesondere werden hier alle DIN-Regeln (DIN 5008, ...), die zur Erstellung von Briefen unterschiedlicher Art erforderlich sind, vermittelt. Desweiteren werden Seriebriefe, Formularfelder und Ansprungmarken, Textbausteine und Schreibregeln thematisiert.

Grundsätzlich werden in der Berufsschule jedoch nur Grundkenntnisse vermittelt und diese oft auch nur angerissen, sodass zum erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung, die relevanten Themen auf jeden Fall noch vertieft werden müssen, da die Unterlagen aus der Berufsschule oft nicht ausreichen.


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